Stadtgeschichte

Höchstädt wurde erstmals im Jahre 1081 im Zusammenhang mit einer Schlacht schriftlich erwähnt. Im damaligen Ringen um den sogenannten Investiturstreit ging es letzten Endes um die Frage der Verfassung des Reiches und ob das Papsttum über dem Kaisertum oder das Kaisertum über dem Papsttum stehen sollte. Im Gegensatz zu den beiden späteren und wesentlich bekannteren Schlachten von 1703 und 1704, kam es im Jahre 1081 zu keiner Entscheidung. Um 1220 wurde Höchstädt durch die Staufer zur Stadt erhoben. Durch den Tod Konradions von Schwaben (letzter Staufer) im Jahre 1268 kommt Höchstädt endgültig zu Bayern. Um 1280 gründeten die Bayern die neue Stadt Höchstädt am Fuß der Burg.

 

Später wurde ein neues Herzogtum – die Pfalz Neuburg – eingerichtet. Die unter Pfalzgraf Philipp Ludwig entstandenen Bauten prägen noch heute das Stadtbild.

 

Die „Junge Pfalz“ wie Höchstädt auch genannt wurde, strebte, insbesondere während der Reformationszeit von 1542 bis 1632, einer wirtschaftlichen Blüte entgegen. Diese wurde durch den dreißigjährigen Krieg jäh beendet. Im Jahre 1627 raffte die Pest ein Viertel der Bevölkerung dahin und am 15. August 1634 fielen zu allem Übel auch noch die Kroaten ein. Höchstädt, die ehemals größte der umliegenden Donaustädte, verarmte vollständig.

 

In die Weltgeschichte eingegangen ist der Name der Stadt durch die Ereignisse vom 13. August 1704. Auf der Linie Blindheim – Lutzingen standen sich mehr als 100.000 Mann gegenüber und rangen in einer der blutigsten Schlachten der Geschichte um die Entscheidung im Spanischen Erbfolgekrieg. Die Truppen unter Herzog von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen siegten über die Soldaten unter dem französischen Marschall Tallard und dem bayerischen Kurfürsten Max Emanuel.

 

1806 wurde das Königreich Bayern ausgerufen. Dies bedeutete gleichzeitig das Ende der Pfalz-Neuburg und für Höchstädt das Ende als alte „Oberamtsstadt“, die mehr als 700 Jahre Verwaltungsmittelpunkt der oberen Donau war. Ein Amt nach dem anderen wurde nach Dillingen verlegt, zuletzt 1933 das Finanzamt (ehemaliges Rentamt) und 1942 das Amtsgericht (ehemaliges Landgericht).