Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die Baugeschichte der Pfarrkirche ist nur unvollständig bekannt, zwei Abschnitte sind allerdings zu unterscheiden:

   

Ein älterer Bau bestand wahrscheinlich bereits um 1320, 1361 wurde dieser ummauert. 1382 findet sich eine erstmalige Nennung der „Pfarrkirche, gelegen in der neuen Stadt“ zu Höchstädt.


Die heutige Pfarrkirche wurde errichtet während des 15. Jahrhunderts, ihre Fertigstellung und Ausstattung zog sich bis ins 16. Jahrhundert hin. Nach einer Überlieferung befand sich an Außenmauer folgende Inschrift: „Dieses unser lieben Frauen Gotteshaus ist muthmaslich zu bauen angefangen worden Anno 1442.“ Der Chor stammt von 1498, das Langhaus wurde 1523 vollendet und ist heute mit Sakramentshaus, Taufstein (beides 15. Jh.), Kanzel (17. Jh.) ausgestattet...

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Marktplatz

Der Marktplatz wird im Westen durch einige Häuser und die Pfarrkirche, im Osten durch das alte Rathaus, südlich und nördlich durch stattliche Bürgerhäuser umrahmt. Durch den vorhandenen Baubestand des 17. Jahrhunderts hat er seine jetzige Gestalt erhalten. Pfarrkirche, neugotisches Rathaus und die Bürgerhäuser1, 4-6, 9-12 sind Baudenkmäler dieses Platzes.

 

Der Marktplatz wurde 2011/2012 umfassend renoviert und umgebaut.

Altes Rathaus

Das Rathaus befindet sich seit den 1560er Jahren an diesem Platz. Ein erster Bau fand statt in der Zeit von 1561 bis 1563.  Nach dem Abriss des Gebäudes wurde das Rathaus 1863 im neugotischen Stil neugebaut. Heute befindet sich in diesem Gebäude das Heimatmuseum.

 

Der Glockengießer Wolfgang Neidhart (II), Augsburg, goß 1626 eine 54 kg schwere Glocke für das Rathaus. Diese wurde im 2. Weltkrieg abgeliefert und im März 1945 im Hamburger Glockenlager vernichtet. Die 1747 vom Glockengießer Franz Joseph Weingarten, Lauingen, angefertigte Glocke befindet sich jetzt im Turm der Friedhofskirche St. Salvator.

Spital und Spitalkirche

Spitalkirche

 

Die Spitalkirche wurde unter dem Baumeister Leonhard Grieneisen, Burglengenfeld, erbaut in den Jahren 1590 bis 1602.

1594 wurde sie mit Altar, Kanzel und Gestühl ausgestattet. Ihre Glocke (54cm Durchmesser, 43cm Höhe)  stammt aus dem Jahr 1672 und wurde vom Glockengießer Michael Sigmund Arnold, Neuburg, versehen mit der Hl. Anna, ursprünglich für St. Salvator gefertigt.


Ende des 17. Jahrhunderts erhielt die Spitalkirche ein Gemälde der 17 Nothelfer. 1747 wurde vom Bildhauer Johann Michael Fischer, Dillingen, ein „Christus im Kerker“ und eine „Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes“ gefertigt. Der Choraltar stammt vom Altarbaumeister Dominikus Bergmüller, Türkheim, und ist aus dem Jahr 1757. Das Altarblatt wurde gemalt von Vitus Felix Rigl, Dillingen, und mit Gold und Silber gefasst vom Maler Johann Geiger, Elchingen. 1764 erhielt die Kirche einen Tabernakel mit Kruzifix und Pyramiden vom Bildhauer Johann Michael Fischer, Dillingen; die Fassarbeiten wurden vom Maler Johann Geiger, nun Höchstädt, ausgeführt. 1775 wurde eine Auferstehungsfigur von einem Bildhauer in Dillingen, gefasst von Johann Geiger, Höchstädt, in die Kirche verbracht.

 

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Vogtei

Die Landvogtei befindet sich am Marktplatz, der Umbau stammt aus dem Jahr 1600. Dort befand sich der Wohnsitz des jeweiligen Vogts.

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Friedhofskirche Sankt Salvator

Die Friedhofskirche „St. Salvator“ stammt aus dem Jahr 1491 und wurde erbaut vor dem Steinheimer Tor zu Ehren „Unseres Herrn und Retters märterlichen Ausgangs“. Ursprünglich war St. Salvator eine Wallfahrtskirche.


1672 fertigte der Glockengießer Michael Sigmund Arnold, Neuburg, zwei Glocken für die Kirche an. Eine ließ der Höchstädter Magistrat herstellen, sie trägt eine großfigurige Muttergottes im Strahlenkranz; die andere, versehen mit der Hl. Anna, stiftete Anna Frettenwein, diese befindet sich jetzt im Turm der Spitalkirche. Die sich jetzt im Turmm der Friedhofskirche befindende Glocke, wurde 1747 vom Glockengießer Franz Joseph Weingarthen, Lauingen, für das alte Rathaus gefertigt (45cm Durchmesser, 38cm Höhe).


1958/59 wurde die Kirche restauriert.

Kastenhaus

Der Neubau des Schlosses am Ende des 16. Jh.s machte den Bau eines Kastenhauses zur Aufbewahrung des abgelieferten Getreides notwendig, da das Getreide vorher in der alten Burg (u. in anderen Gebäuden) gelagert wurde.

 

Unter dem Baumeister Gilg Vältin, Graubünden, wurde im Auftrag Herzog Philipp Ludwigs ein am Hang gelegenes Gebäude zwischen dem unteren und oberen Weberberg errichtet. Es hat  an der Talseite (N) fünf, an der Bergseite (S) drei Geschosse, ebenso wie vier Keller.

 

1602 fanden Vertragsschluss und Grundsteinlegung statt, 1614 wurde das Kastenhaus laut einer Inschrift, die sich am Balkenwerk des zweiten Geschosses befindet, fertiggestellt.

Geigerturm

Der Geigerturm befindet sich an der Nordostecke der ehemaligen Stadtmauer. Um 1529 wurde die Stadtbefestigung fertiggestellt.

Neben dem Diebsturm ist der Geigerturm der letzte erhaltene Turm der einstigen Stadtbefestigung, die insgesamt 14 Türme umfasste.  Ihre Anfänge reichen wahrscheinlich bis ins 13./14. Jh. zurück, sie waren noch im 16. Jh. erhalten.

 

Im Juni 2002 stürzte der Geigerturm teilweise ein. Nach Wiederaufbauarbeiten wurde er im Mai 2005 feierlich wiedereröffnet.
Weitere Relikte der alten Stadtwehr sind erhalten. Neben dem Geigerturm mit Mauerresten findet man Überbleibsel auch in der nordwestlichen Ecke beim Pfarrhausgarten, dort ein fünf bis sechs Meter hoher Teil aus Bruchsteinen; östlich des Pfarrgartens ist Stadtmauer durch eine sechs Meter breite Öffnung durchbrochen, sie endet vor dem Spitalgebäude. Auch in einzelnen Häusern sind Mauerstücke erhalten, beim Schloss ebenso wie hinter dem Haus Oberer Weberberg 28, dort befindet sich der Diebsturm mit Bruchsteinmauerwerk im Untergeschoss und Ziegelmauerwerk im Aufbau.

 

Der Stadtgraben lässt sich teilweise noch an großen Mulden erkennen.